Abbildung 1: Jahresmitteltemperatur der DWD Messstation Saarbrücken-Ensheim von 1950 bis 2024
Durch ihre topographische Lage ist die Gemeinde Mandelbachtal in besonderer Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen. Bodenerosion und Erdrutsche, landwirtschaftliche Ernteausfälle infolge von Trockenperioden sowie Starkregen- und Hochwasserereignisse zeigen den wachsenden Handlungsbedarf.
Auch die demografische Entwicklung spielt dabei eine Rolle. Ältere Menschen sind besonders anfällig für Hitzeperioden, da die Fähigkeit des Körpers zur Temperaturregulation mit zunehmendem Alter abnimmt. Zudem besteht bei eingeschränkter Mobilität die Gefahr, sich bei extremen Wetterlagen wie Starkregen oder Hochwasser nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können.
Ziel des Klimaanpassungskonzepts ist es, die Verwundbarkeit der Gemeinde Mandelbachtal gegenüber den Folgen des Klimawandels zu verringern. Die Bevölkerung, landwirtschaftliche Betriebe, Unternehmen, Vereine und der Forst sollen möglichst gut auf die Auswirkungen vorbereitet werden. Gleichzeitig sollen drohende Folgekosten begrenzt werden.
Das Klimaanpassungskonzept dient der Gemeinde künftig als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für weitere Anpassungsmaßnahmen. Gefährdungspotenziale sollen identifiziert und geeignete Handlungsoptionen entwickelt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf naturbasierten Lösungen. Mindestens 30 % der vorgesehenen Maßnahmen sollen auf solchen Ansätzen beruhen. Darüber hinaus soll die Bevölkerung über die Folgen des Klimawandels informiert und sensibilisiert werden.
Im Rahmen der Konzepterstellung sind mehrere Veranstaltungen und Workshops vorgesehen, die den Austausch zwischen Bürgern, Fachleuten und lokalen Akteuren fördern. Ziel ist es, gemeinsam konkrete Ansätze zu entwickeln und die Bevölkerung aktiv in die Umsetzung der Maßnahmen einzubeziehen.