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Ein Dialogrundgang zum German-American Day In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Saarland führte ein Dialogrundgang auf den Spuren der deutsch-amerikanischen Demokratiegeschichte dur

Mandelbachtal, den 20.​10.​2025

In Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Saarland führte ein Dialogrundgang auf den Spuren der deutsch-amerikanischen Demokratiegeschichte durch die Kreisstadt Homburg.

Seit 1987 gilt der 6. Oktober als offizieller „Deutsch-Amerikanischer Tag“. Damals hatte der US-Kongress Präsident Ronald Reagan ermächtigt, den Tag zur Erinnerung an die Ankunft der ersten deutschen Einwanderer im Jahr 1683 in Philadelphia einzuführen. Man erinnert sich dabei auch daran, wie deutsche Einwanderer die Entwicklung Amerikas mitprägten.

Der Saarpfalz-Kreis mit seinen engen deutsch-amerikanischen Verbindungen und der langjährigen Freundschaft zu Henrico County in Virginia nahm den Tag zum Anlass für eine Spurensuche in Form eines Dialogrundgangs durch Homburg. Ermöglicht wurde dieser durch die Kooperation mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Saarland sowie die Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der US-Botschaft in Berlin.

Landrat Frank John begleitete den Rundgang und betonte: „Der German-American Day ist ein guter Anlass, die gemeinsame Geschichte in den Fokus zu stellen. Unsere Partnerschaft mit Henrico County verbindet über viele Jahre Menschen unterschiedlichster Generationen und Interessen. Unsere amerikanischen Partner sind uns stets mit großer Offenheit und Wertschätzung begegnet. Es ist uns ein Anliegen, diese Freundschaft weiterhin mit Leben zu füllen.“

Auch Henricos County Manager John A. Vithoulkas bekräftigte die Partnerschaft: „Seit Beginn unserer offiziellen Freundschaft im Jahr 1997 verbindet uns ein Band, das auf gemeinsamen Werten, gegenseitigem Respekt und dem Bekenntnis zu demokratischen Prinzipien basiert. Wir freuen uns darauf, den Austausch fortzusetzen und unsere Landkreise einander näherzubringen.“

Der Dialogrundgang unter Leitung von Klaus Friedrich begann am Freiheitsbrunnen, der verschiedene Szenen zur deutschen Demokratiegeschichte und deren Bezüge in die USA vereint. Mehr als zwanzig Interessierte hatten sich dort eingefunden.

Vom Brunnen führte der Weg in die Vauban’sche Altstadt, wo Friedrich über die Verbindung der nach Vaubans Plänen errichteten Großfestung Homburg-la-Forteresse zu mehreren US-Bundesstaaten berichtete. Stationen waren unter anderem das Gasthaus „Homburger Hof, Am Rondell“, das nach dem Zweiten Weltkrieg ein Headquarter der US Army beherbergte.

In der Nähe des Marktplatzes erinnerte Friedrich daran, dass Carl David Weber, Sohn des Homburger Dekans Karl Gottfried Weber, nach Amerika auswanderte und dort die Stadt Stockton gründete, die während des Goldrauschs eine bedeutende Rolle spielte. Das Alte Rathaus am Marktplatz war zudem im April 1945 Titelbild des New York Times Magazine.

Auch die Geschichte des „Achtundvierzigers“ Carl Schurz wurde lebendig: Er nahm an der Revolution von 1848/49 teil, flüchtete später in die USA, kämpfte im Amerikanischen Bürgerkrieg für die Unionsarmee und wurde unter Präsident Hayes Innenminister. Seine Frau Margarethe gründete 1856 den ersten Kindergarten der Vereinigten Staaten.

Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt von der Fülle der Bezüge zwischen Homburg, der Region und den Vereinigten Staaten – und vom lebendigen Geschichtsverständnis, das dieser Rundgang vermittelte.

Sandra Brettar, Pressestelle des Saarpfalz-Kreises, Homburg, 14. Oktober 2025

Der Text wurde nachträglich durch unsere Redaktion leicht gekürzt und redaktionell bearbeitet.

 

Bild zur Meldung: Klaus Friedrich erklärt am Homburger Freiheitsbrunnen dessen Symbolik zum Vormärz und Mauerfall 1989 und die damit verbundenen Bezüge nach Amerika. Foto: Beate Ruffing