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Geschichte

Mandelbachtal

Die Gemeinde Mandelbachtal ist im Saarland etwas ganz besonders. Ein Dorf mit dem Namen Mandelbachtal gab es nämlich vor der saarländischen Gebietsreform im Jahr 1974 überhaupt nicht. Die ursprünglich nur als Arbeitstitel gebräuchliche Bezeichnung wurde aber vor der Gründung rasch zum Namensfavoriten der Verantwortlichen in den acht vorher selbstständigen Dörfern, die seitdem gemeinsam als neue Gemeinde diesen schönen Namen tragen dürfen.

 

Wenn auch nicht alle Gemeindebezirke im Tal des Mandelbaches liegen, erkennt  man bei den Bewohnern gleiche Lebensart und kulturellen Ursprung. Zahlreiche Funde aus keltischer Zeit, stellvertretend sei eine prachtvolle Schmuckfibel aus Wittersheim erwähnt (heute im Museum für Vor- und Frühgeschichte, Saarbrücken), weisen auf eine Besiedlung in vorchristlicher Zeit hin.

 

Es kamen die Römer und mit ihnen ein enormer kultureller und wirtschaftlicher Aufschwung. Bei Bauarbeiten kommen hin und wieder Mauerreste zum Vorschein, beispielsweise in Erfweiler-Ehlingen. Münzen und Scherben von Terra sigillata wurden gefunden.

 

Im 3. Jahrhundert nach Christus erlebte die gallorömische Bevölkerung schwere Zeiten. Germanische Volksstämme fielen ein, brannten alles nieder und ergriffen im Laufe der folgenden drei Jahrhunderte endgültig Besitz. Neue Lebens- und Siedlungsformen breiteten sich aus. Die Ortsteile mit den -heim und -ing-Endungen entstanden zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert.

 

Das Christentum, das römische Siedler und Legionäre mitgebracht hatten, ging vorübergehend unter. Dann kam von der Insel Reichenau über das Elsass der Klostergründer Pirminius nach Hornbach und gründete dort sein letztes Kloster, im dem er auch begraben wurde.

 

Von hier aus missionierten die Mönche des heiligen Benedikt den Bliesgau. Die guten Böden ließen ertragreichen Ackerbau zu.

 

Im Zweiten Weltkrieg musste die Bevölkerung der acht Mandelbachtaler Dörfer zweimal evakuiert werden.

 

Grenzland zu Frankreich ist die Gemeinde immer gewesen und ist es auch heute noch. Ihre acht Dörfer sind eingebettet in eine Jahrhunderte alte Kulturlandschaft von ganz besonderem Reiz, die 2009 von der UNESCO mit dem Prädikat "Biosphärenreservat Bliesgau" geadelt wurde.

 

Der Bliesgau ist ein Ausläufer des lothringischen Hochplateaus mit unterem, mittleren und oberem Muschelkalk. Hier herrschen ideale Bedingungen für rund 30 seltene Orchideenarten, die man im Frühjahr an zahlreichen Stellen in freier Natur finden kann und unter Naturschutz stehen.

 

 

 

 

 

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