Kinder und Jugendliche brauchen Menschen, die bleiben – Zusatzprogramm Schulsozialarbeit dauerhaft verankert
Mandelbachtal, 13. Juli 2026
Gemeinsam mit den Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken stellen das Ministerium für Bildung und Kultur sowie die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe für die Schuljahre 2026/27 und 2027/28 insgesamt mehr als 3,1 Millionen Euro für zusätzliche Angebote der Schulsozialarbeit bereit.
Das Zusatzprogramm ergänzt die bestehende Schulsozialarbeit an den allgemeinbildenden Schulen. Landesweit begleiten derzeit 256 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter Kinder und Jugendliche im Schulalltag. Davon werden 227 Stellen über die regulären Kooperationsverträge mit den Landkreisen finanziert, weitere 29 über das Zusatzprogramm.
Auch die Mittel für die regulären Kooperationsverträge steigen weiter an. Für die Schuljahre 2026/27 und 2027/28 stehen hierfür insgesamt rund zwölf Millionen Euro zur Verfügung.
Schule müsse ein sicherer Ort für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für Lehrkräfte und alle Beschäftigten bleiben. Gerade in einer Zeit voller Krisen, Unsicherheiten und gesellschaftlicher Veränderungen brauchten Kinder und Jugendliche verlässliche Bezugspersonen, die ihnen Halt, Orientierung und Vertrauen schenkten. Mit der dauerhaften Verankerung des Zusatzprogramms werde zugleich die Planungssicherheit für Fachkräfte und Träger gestärkt, so Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot.
Seit 2020 wurde die Schulsozialarbeit im Saarland flächendeckend ausgebaut. Heute verfügen alle allgemeinbildenden Schulen über sozialpädagogische Unterstützung in multiprofessionellen Teams.
Das Zusatzprogramm geht auf das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ zurück. Nach dem Auslaufen der Bundesförderung Ende 2022 wurde es vom Saarland mit eigenen Landesmitteln fortgeführt. Es unterstützt insbesondere Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung persönlicher und gesellschaftlicher Krisensituationen. Gleichzeitig stärkt es soziale Kompetenzen, Demokratiebildung und Gewaltprävention sowie die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Jugendhilfe, Schulpsychologie und weiteren Einrichtungen im Sozialraum.
Der Bedarf an Schulsozialarbeit ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Schulsozialarbeit bietet Kindern und Jugendlichen frühzeitige Hilfe, verlässliche Begleitung und konkrete Unterstützung direkt an den Schulen. Für Kinder und Jugendliche sind Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter niedrigschwellig erreichbar und in ihrer Lebenswelt präsent. Der Saarpfalz-Kreis begrüßt daher die dauerhafte Verankerung des Programms ausdrücklich, erklärt Landrat Frank John.
Nach Ablauf des Schuljahres 2027/28 verlängert sich die Vereinbarung künftig automatisch um jeweils ein weiteres Schuljahr. Damit erhalten die Träger zusätzliche Planungssicherheit und bessere Möglichkeiten, qualifizierte Fachkräfte langfristig zu gewinnen und zu binden.
Quelle: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, ergänzt durch die Pressestelle des Saarpfalz-Kreises, redaktionell bearbeitet.