In der Rosenstraße in Mandelbachtal-Wittersheim erneuern die Technischen Werke Mandelbachtal (TeWeMa) in den kommenden Monaten die bestehende Wasserleitung. Damit wird die Trinkwasserinfrastruktur modernisiert und die Versorgungssicherheit im Ortsteil langfristig verbessert.
Der Baubeginn ist für den 8. Juni 2026 vorgesehen. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund zehn Wochen betragen. Rund 150 Meter Wasserhauptleitung werden erneuert. Dafür wird die Straße abschnittsweise geöffnet, um die bestehende Leitung auszutauschen.
Zum Einsatz kommen duktile Gussrohre mit einer Nennweite von DN 100 – das entspricht einem Durchmesser von zehn Zentimetern. „Duktil“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Rohre im Gegensatz zu älteren spröderen Gussrohren Spannungen und leichte Bewegungen im Boden besser aufnehmen können, ohne zu reißen.
Auch 14 Trinkwasser-Hausanschlüsse werden erneuert und an die neue Leitung angeschlossen. Die Hausanschlüsse entstehen in moderner PE-Ausführung.
PE steht für Polyethylen – ein flexibles Material, das heute als Standard für Trinkwasserleitungen verwendet wird. Der Kunststoff ist korrosionsbeständig und gilt als hygienisch geeignet für den Einsatz im Trinkwasserbereich. Gleichzeitig ist er flexibel und belastbar, kann Druck sowie leichte Bodenbewegungen gut aufnehmen und besitzt glatte Oberflächen, an denen sich Ablagerungen schlecht festsetzen.
Gemeinsam mit den Technischen Werken Mandelbachtal übernimmt das saarländische Tiefbauunternehmen Jablonski & Busch aus Quierschied-Fischbach die Ausführung der Arbeiten. Das Unternehmen ist auf Tiefbau-, Kanal-, Straßen- sowie Gas- und Wasserleitungsarbeiten spezialisiert.
Der Bereich der geplanten Erneuerung reicht von der Einbindung in die Merowingerstraße bis zum Ende der Rosenstraße. Künftig wird die neue Wasserleitung innerhalb der Fahrbahn und nicht mehr im Gehweg geführt.
Bereits vor Beginn der Planung wurde die Baustelle auf mögliche Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Hintergrund ist die Lage Wittersheims im Vorfeld des früheren Westwalls, an dem noch in der Endphase des Zweiten Weltkriegs im März 1945 erbittert gekämpft wurde.
Hinweise auf Blindgänger oder sonstige Gefahren im Untergrund ergaben sich dabei nicht. Die Arbeiten wurden vollständig der Kategorie 1 gemäß den Baufachlichen Richtlinien Kampfmittelräumung des Bundes zugeordnet. Weitere Maßnahmen zur Kampfmittelräumung sind damit nicht erforderlich.
Im Bereich der Merowingerstraße wird jetzt eine ältere Asbestzement-Wasserleitung ausgetauscht. Im eingebauten Zustand galt die bisherige Leitung als unproblematisch. Die Asbestfasern sind in solchen Leitungen fest im Material gebunden. Zusätzlich bildet sich im Inneren älterer Wasserleitungen eine Sinterschicht aus Kalk und Mineralien, die die Rohrwand abschirmt.
Kritisch kann es werden, wenn Asbest-Leitungen getrennt, beschädigt oder ausgebaut werden. Gelangen Asbestfasern in die Atemluft und werden eingeatmet, können sie schwere Erkrankungen der Lunge bis hin zu Krebs verursachen. Um das zu verhindern, gelten beim Abtrennen der bestehenden Asbestzement-Wasserleitung strenge Sicherheitsvorschriften. Die Arbeiten erfolgen deshalb durch fachkundiges Personal mit entsprechendem Sachkundenachweis gemäß TRGS 519.
Während der Bauzeit kann es zeitweise zu Einschränkungen im Straßenverkehr sowie bei Zufahrten und Parkmöglichkeiten kommen. Die Grundstücke bleiben während der Bauzeit zu Fuß erreichbar.
„Eine Baustelle im direkten Wohnumfeld bringt immer auch Fragen und Einschränkungen mit sich. Uns ist wichtig, dass die Arbeiten möglichst reibungslos ablaufen. Wenn sich während der Bauzeit Probleme oder besondere Anliegen ergeben, wenden sich Bürgerinnen und Bürger einfach direkt an die Technischen Werke Mandelbachtal. Dann finden wir gemeinsam möglichst unkompliziert eine Lösung“, betont Christian Harig, Leiter der Technischen Werke Mandelbachtal.
„Die Erneuerung der Wasserleitung ist eine wichtige Investition in die Zukunft unseres Ortsteils Wittersheim. Eine zuverlässige Trinkwasserversorgung gehört zu den grundlegenden Aufgaben der Gemeinde. Mit den Arbeiten modernisieren wir die bestehende Infrastruktur und schaffen die Grundlage für eine sichere Versorgung auch in den kommenden Jahren“, so Bürgermeisterin Maria Vermeulen.
Bild zur Meldung: Wie hier in der Kettelerstraße in Bliesmengen-Bolchen wird auch in der Rosenstraße in Wittersheim der Neubau der Wasserleitung in offener Grabenbauweise erfolgen. Die neue Hauptleitung wird künftig innerhalb der Fahrbahn verlegt. Foto: TeWeMa