„Lebenszeichen – Spurlos verschwunden?“ – Ausstellung des Deutschen Polen-Instituts · Eröffnung im Rathaus Mandelbachtal

Mandelbachtal, den 09.​01.​2026

Montag, 12. Januar 2026, 18.00 Uhr · Ausstellung vom 13. Januar bis 6. Februar 2026 · Foyer Rathaus Mandelbachtal, Ormesheim · Eintritt frei

Am Montag, 12. Januar 2026, wird im Rathaus Mandelbachtal in Ormesheim die Ausstellung „Lebenszeichen – Spurlos verschwunden?“ des Deutschen Polen-Instituts eröffnet. Der Verkehrsverein Mandelbachtal organisiert die Ausstellung vor Ort und begleitet sie. Die Gemeinde Mandelbachtal lädt gemeinsam mit dem Verkehrsverein um 18.00 Uhr zur Ausstellungseröffnung ein.

Die Ausstellung folgt den Spuren von nahezu drei Millionen Menschen aus Polen, die sich während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland aufhielten. Sie fragt nach den „Lebenszeichen“, die bis heute davon zeugen: Orte, Gegenstände, Dokumente und Erzählungen. Manche sind sichtbar und gekennzeichnet, andere verborgen, verdrängt oder vergessen.

Im Mittelpunkt stehen Spuren im heutigen Saarland und in Rheinland-Pfalz, darunter auch Orte in Lebach, Beckingen, Völklingen und Homburg.

Bei der Eröffnung sprechen Bürgermeisterin Maria Vermeulen, die Europabeauftragte des Saarpfalz-Kreises Dr. Violetta Frys sowie der Vorsitzende des Verkehrsvereins Mandelbachtal Manfred Pfeiffer. In die Ausstellung führt Julia Röttjer vom Deutschen Polen-Institut Darmstadt ein. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet.

Im Saarpfalz-Kreis wurden während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Menschen aus Polen, aber auch aus der Ukraine und anderen Teilen der damaligen Sowjetunion zur Arbeit in Industrie, Landwirtschaft, bei der Reichsbahn und in lokalen Betrieben eingesetzt, unter anderem in Homburg, Bexbach und St. Ingbert. Viele von ihnen überlebten diese Zeit nicht.

Viele Orte der Zwangsarbeit sind heute nicht mehr sichtbar. Die Ausstellung macht die Schicksale dennoch nachvollziehbar. Auf insgesamt 23 Tafeln werden konkrete Lebenswege dokumentiert, darunter auch Beispiele von Menschen, die für menschliches Handeln in unmenschlichen Zeiten bestraft wurden.

Die Europabeauftragte des Saarpfalz-Kreises Dr. Violetta Frys verweist auf den Bezug zu den heutigen deutsch-polnischen Partnerschaften und auf die Bedeutung des Austauschs zwischen den Regionen.

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden: montags bis freitags von 8.30 bis 12.00 Uhr, montags und donnerstags von 13.00 bis 15.30 Uhr sowie mittwochs von 13.00 bis 17.30 Uhr.

Die Ausstellung wird vor Ort finanziell unterstützt vom Saarpfalz-Kreis, der Kreissparkasse Saarpfalz und der energis. Sie ist eine Leihgabe des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt.

Weitere Informationen: www.deutsches-polen-institut.de

 

 

Bild zur Meldung: Ausstellung „Lebenszeichen – Spurlos verschwunden?“ des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt. Quelle / Urheber: Deutsches Polen-Institut Darmstadt